Unter Deinen weißen Sternen

(Text: Abraham Sutzkever/ Musik: Abraham Brudno)

Unter Deinen weißen Sternen
Gib mir Deine weiße Hand
Meine Worte, sie sind Tränen –
nimm sie auf in Deine Hand.
Wenn es Nacht wird, lass sie funkeln,
Sterne tief in meinem Blick.
Ruhe find´ ich dann im Dunkeln,
Schenk die Tränen Dir zurück.

Du allein hörst, was ich frage,
Du allein kennst meinen Schmerz.
S
ieh das Feuer, das ich trage
Und es brennt in mir das Herz.
In den Kellern, den Verliessen
Geht die Freiheit in den Tod
Über Häuser, über Dächer
Rufe ich: „wo bist Du?“ – wo

Die Verrücktheit nimmt und treibt mich
über Fluchten mit Gewalt.
Häng´ ich wie ein´ geplatzte Saite
und ich singe dir zu:
Unter Deinen weißen Sternen
Gib mir Deine weiße Hand.
Meine Worte sind nur Tränen,
Nimm sie auf in Deine Hand.