Inge Auerbacher

*1934 in Kippenheim

Inge AuerbacherperInge Auerbacher wird 1934 geboren, zu dieser Zeit sind die Nationalsozialisten bereits seit einem Jahr an der Macht. Sie erlebt als Kind, wie der Antisemitismus der Nationalsozialisten immer schlimmer wird. Am 9. November 1938, der so genannten »Reichspogromnacht«, wird Inge Auerbachers Großvater nach dem Morgengebet in der Synagoge verhaftet. Zusammen mit ihrem Vater werden beide ins Konzentrationslager Dachau gebracht und einige Wochen später wieder freigelassen. Die Auerbachers wollen auswandern, verkaufen ihr Haus und ziehen im Jahr 1939 zu den Großeltern. Im Dezember 1941 wird Inge Auerbachers Großmutter nach Riga deportiert, ihr Haus wird enteignet und Inge mit ihren Eltern in ein »Judenhaus« nach Göppingen geschickt. Inge AuerbacherAm 22. August 1942 wird die siebenjährige Inge mit ihren Eltern zum Sammelplatz in Göppingen Inge Auerbachergebracht und zwei Tage später nach Theresienstadt deportiert. In ihrer Autobiographie Ich bin ein Stern erzählt Inge Auerbacher von der schrecklichen Zeit im Lager, von der Verzweiflung und der ständigen Angst. Am 8. Mai 1945 werden die Überlebenden in Theresienstadt von der sowjetischen Armee befreit. Sie selbst und ihre Eltern überleben. „Meine Familie ist durchgekommen, das war wirklich ein Wunder!“, erzählt Inge Auerbacher. Sie wird zusammen mit ihren Eltern zwei Monate später nach Stuttgart zurückgebracht. Sie hat ihre Großmutter und dreizehn Familienangehörige im Holocaust verloren. Im Mai 1946 emigrieren die Eltern mit ihrer Tochter nach New York, wo Inge Auerbacher heute noch lebt und sich weiterhin gegen Rassismus und Intoleranz einsetzt.

Inge Auerbacher: Ich bin ein Stern. Weinheim und Basel (1990)

www.ingeauerbacher.com